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Erste Hilfe - Kieferorthopädische Praxis Dr. Niehuss

© Copyright 2010  Dr.med.dent. Floronia Niehuss

Informationen für gesetzlich Versicherte

 Kieferorthopädische Praxis Dr. Niehuss

Design & Programmierung: Fayez Elkholy

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Behandlungs

bedarf

Grad

1

2

3

4

5

Kraniofaciale

Anomalien

A

.

.

.

.

Lippen-Kiefer-Gaumenspalte bzw.

andere kraniofaciale Anomalie

Zahnunterzahl

(Aplasie oder Zahnverlust)

U

.

.

.

Unterzahl

(nur wenn präprothetische Kieferorthopädie oder kieferorthopädischer Lückenschluss indiziert ist)

.

Durchbruchs-störungen

S

.

.

..

Retention

(außer 8er)

Verlagerung

(außer 8er)

Sagittale

Stufe

distal

D

bis 3 mm

über 3,

bis 6 mm

.

über 6, bis 9 mm

über 9 mm

mesial

M

.

.

.

0 bis 3 mm

über 3 mm

Vertikale

Stufe

offen

(auch seitlich)

O

bis 1 mm

über 1,

bis 2 mm

über 2,

bis 4 mm

über 4 mm

habituell offen

über 4 mm

skelettall offen

tief

T

über 1, bis 3 mm

über 3 mm,

ohne/mit

Gingivakontakt

über 3 mm,

mit traumatischem

Gingivakontakt

.

.

Transversale

Abweichung

B

.

.

.

Bukkal- / Lingualokklusion

.

K

.

Kopfbiss

beidseitiger

Kreuzbiss

einseitiger

Kreuzbiss

.

Kontaktpunkt-abweichung

Engstand

E

unter 1 mm

über 1,

bis 3 mm

über 3,

bis 5 mm

über 5 mm

.

Platzmangel

P

.

bis 3 mm

über 3,

bis 4 mm

über 4 mm

.

KIG - Kieferorthopädische Indikations-Gruppen

top

Die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) übernimmt unter folgenden Voraussetzungen die Kosten:

   * Bei Patienten unter 18 Jahren mit einer Einstufung KIG =3 oder >3

   * Bei Patienten über 18 Jahren, wenn eine kombiniert kieferorthopädisch-kieferchirurgische Behandlung durchgeführt wird.

In allen anderen Fällen müssen gesetzlich Versicherte die Behandlungskosten selber tragen.

Es gibt aber private Zusatzversicherungen, die kieferorthopädische Leistungen mit abdecken. Wichtig ist, dass Sie die Versicherungsbedingungen der Zusatzversicherung genau prüfen.

Die Kieferorthopädischen Indikations-Gruppen (KIG)

Über die sogenannten Kieferorthopädischen Indikationsgruppen (KIG) wurde genau festgelegt, welche Abweichungen von der Norm vorliegen müssen, damit Ihre gesetzliche Krankenkasse die Behandlungskosten übernimmt.

Erst bei einer Einstufung von KIG = 3 oder größer, kann eine Abrechnung über die gesetzliche Krankenkasse erfolgen. Ist die Einstufung in eine Indikationsgruppe < 3 erfolgt, gilt es abzuwägen, ob dennoch jetzt eine Behandlung durchgeführt werden sollte, oder ob es besser ist, die weitere Entwicklung abzuwarten und einen Termin für eine Untersuchung zu einem späteren Zeitpunkt auszumachen.

 

Der Eigenanteil:

80% bezahlt die Krankenkasse gleich

20% streckt der Patient vor.

Vor einigen Jahren wurde der sogenannte „Eigenanteil“ eingeführt. Selbst wenn die gesetzliche Krankenkasse sich an den Kosten beteiligt, muss der Patient von jeder Rechnung zunächst 20% selber zahlen. Genauer gesagt werden bei jeder Quartalsabrechnung für jeden Patienten zwei Rechnungen geschrieben. 80% der entstandenen Kosten werden über die Kasse abgerechnet. Die zweite Rechnung über die restlichen 20% der Kosten wird vom Patienten bzw. von dessen Eltern bezahlt. Diese Eigenanteilsrechnungen müssen gut aufgehoben werden. Wird die kieferorthopädische Behandlung erfolgreich abgeschlossen, wird von der Praxis die Abschlussbescheinigung ausgestellt. Wenn Sie diese Bescheinigung mit den gesammelten Rechnungen bei der Krankenkasse einreichen, bekommen Sie Ihren Eigenanteil zurück!

 

Dieser Eigenanteil soll die Motivation des Patienten steigern. Wird die Behandlung abgebrochen, werden die bis dahin bezahlten Eigenanteilsrechnungen nicht erstattet.